Thursday, 17. May 2012
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Allgemein zur Narkose PDF Drucken E-Mail

Narkose ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit, also ein  pharmakologisch induziertes, reversibles Koma.

Der Begriff Anästhesie ist dem griechischen entlehnt und bedeutet etwa Unempfindlichkeit. Schon 1200 vor Chr. führte der griechische Arzt Asklepios durch Einführung einer Flüssigkeit beim Patienten einen Zustand der Schmerzunempfindlichkeit herbei.

Ab dem 16. Jahrhundert kamen Äther, Kälteeinwirkung und Nervenkompression zum Einsatz. 1842 verwendeten Clarke und Long erstmals Äther und Horace Wells verwendete im Jahr 1844 erstmals Lachgas zur Analgesie bei Zahnbehandlungen.

Etwa ab 1849 wurde Chloroform von Simpson zur Narkotisierung von Patienten eingesetzt.

Seither wurden zahlreiche neue Verfahren und Analgetika entwickelt, so dass die Narkose noch nie so gezielt gesteuert und überwacht werden konnte wie heute und auch einen noch nie gekannten Sicherheitsstandart erreicht hat.

Insofern ist die Furcht mancher -oder der meisten- Patienten zwar aus Laiensicht verständlich, objektiv jedoch nicht begründet.

Und dies gilt, obwohl die Zahl der narkotisierten Personen mit Vorerkrankungen und hohen Risikofaktoren, nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Alters der zu operierenden Patienten, deutlich zugenommen hat.

Auch Sie selbst können zur Verringerung Ihres Narkoserisiko beitragen, indem Sie Ihren Anästhesisten im Vorfeld der Narkose bestmöglich unterstützen.

Jede Narkose beginnt mit einem Aufklärungsgespräch bzw. Vorgespräch (präoperatives Gespräch), in der Regel mit dem Anästhesisten, der später dann auch die Narkose durchführen wird. Bringen Sie zu diesem Gespräch die Ergebnisse aller Voruntersuchungen bei Ihrem Hausarzt und alle ärztlichen Befunde mit.

Sie erleichtern Ihrem Anästhesisten damit eine erste Einschätzung bezüglich Ihrer Narkosefähigkeit und Ihrem persönlichen Narkoserisiko im Vorfeld.

Stellen Sie alle Ihre Fragen zur Narkose. Im Gegenzug wird Ihr Anästhesist Ihnen Fragen zu ihrer Krankengeschichte, zu Ihren Medikamenten und zu früheren Operationen stellen.

Ferner wird Ihr Anästhesist Ihnen die Vorteile und die Nachteile der verschiedenen Narkoseverfahren / Narkosearten sowie die Narkoserisiken der jeweiligen Narkoseverfahren / Narkosearten erläutern und bei dieser Gelegenheit u.U. auch eine kurze körperliche Untersuchung durchführen.

Zum Abschluss des präoperativen Aufklärungsgespräch unterschreiben Sie eine Einverständniserklärung

 

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